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TRUMP

Die Geschichte einer Familie

 

  

 

Die Wurzeln der Familie

 

Wo genau die Wiege der Familie Trump steht, konnte bislang noch nicht mit absoluter Sicherheit festgestellt werden.

Manche Forscher behaupten, dass die Trump´s verwandtschaftliche Beziehungen in die Niederlande zu den dort lebenden Admiralen der Staaten der Nederlande, Maarten Harpertzoon und Cornelis de Tromp hatten, dies konnte jedoch noch nicht nachgewiesen werden.

Die Schreibweise des Familiennamens variierte im Laufe der Zeit und wohl bedingt durch die Pfälzer Aussprache haben die Schreiber alter Dokumente und der Kirchenbücher den Namen oft unterschiedlich zu Papier gebracht. So finden wir in den Kirchenbüchern von Bobenheim am Berg, Battenberg, Ellerstadt und Kallstadt den Namen als:

 

TRUMP, DRUMB, TROMB, TROMP, TRUM, TRUMPFF und DROMB

 

Der ersten Namensträger taucht im Battenberger Kirchenbuch auf als Velten TRUM, errechnetes Geburtsjahr 1556 und verstorben zu Battenberg am 11.Februar 1626.

Der in gleichem Kirchenbuch 1613 erwähnte Hans TRUMPFF lässt in diesem Jahr seinen Sohn Velten in Bobenheim am Berg taufen. Möglich, dass Hans TRUMPFF der Sohn des oben erwähnten Velten TRUM war.

Der nächste Namensträger war Hans DROMB, welcher vor 1629 geboren war und 1682 im Bobenheimer Kirchenbuch als gewesener Gerichtsmann zu Ellerstadt bei der Heirat seines Sohnes Hans Jacob TRUMP erwähnt wird.

Dieser Hans (oder Johannes) TRUMP (DROMB) hatte folgende Kinder:

 

1. Johann Philipp Trump geboren 1667 zu Ellerstadt ? gest. am 22.03.1707 zu Bobenheim, verheiratet am 18.01.1695 zu Bobenheim mit Juliana MariaRodenroth

2. Anna Elisabetha Trump geboren 1666 zu Ellerstadt ? gestorben 1750 zu Bobenheim

3. Hans Jacob Trump verheiratet in erster Ehe am 24.01.1682 zu Bobenheim mit Catharina Hung und in zweiter Ehe am 25.09.1692 mit Susanna Appollonia Rank

4. Georg Adam Trump geboren vor 1668 zu Ellerstadt, 1682 in Bobenheim erwähnt, am 13.04.1714 zu Kallstadt verstorben und am 11.02.1698 zu Kallstadt mit Anna Gertraud Eisenthrat verheiratet.

 

No.1, Johann Philipp Trump ist unser Ahnherr. Dieser und seine Frau Juliana Maria hatten 6 Kinder, zwei Söhne und vier Töchter. Sein Sohn Johann SebastianTrump war am 17.10.1699 zu Bobenheim geboren und verstarb am 02.05.1756 zu Bobenheim. Er ehelichte am 21.05.1726 zu Bobenheim Susanna Margaretha Kohl, welche ihm 8 Kinder schenkte.

Der älteste Sohn Johann Paul Trump wurde am 01.08.1727 zu Bobenheim geboren und verstarb ebenda 1790. Er war mit Maria Elisabetha Setzer (Setzler) seit dem 07.02.1768 in Bobenheim verheiratet.

Johann Paul und Maria Elisabetha Trump hatten insgesamt 10 Kinder, von denen  5 Bobenheim am Berg den Rücken kehrten und nach Kallstadt heirateten.

Zwei Töchter Maria Katharina und Maria Dorothea heirateten am 26.05.1799 nach Kallstadt. Die erste Georg Philipp Henninger, die zweite Johann Georg Heinz und wurde somit die Stamm-Mutter der heute in Pittsburgh, Pennsylvania ansässigen Ketchup-Dynastie HEINZ.

Wohl durch den frühen Verlust der Eltern kam Johannes Trump I. wahrscheinlich um 1802, nach dem Tode der Mutter zu seinen Schwestern nach Kallstadt.

Johannes war am 26.03.1789 zu Bobenheim geboren und verstarb am 22.11.1835 zu Kallstadt. Er war in erster Ehe Sophia Humann und in zweiter Ehe mit Susanna Maria Bechtloff, unserer Ahnfrau seit dem 12.11.1826 zu Kallstadt verheiratet.

 

Aus dieser zweiten Ehe entsprossen 4 Kinder:

 

1. Maria Katharina Trump geboren am 28.09.1827 zu Kallstadt verstorben zu Wachenheim und seit dem 25.05.1852 zu Kallstadt verheiratet mit Karl Schreiber III. aus Wachenheim.

2. Johannes Trump II. geboren am 16.06.1829 zu Kallstadt und ebenda verstorben am 06.07.1877, verheiratet am 29.09.1859 zu Kallstadt mit der aus Wachenheim stammenden Katharina Kober, geb. am 29.01.1836, Tochter des WinzersJohann Jakob Kober II. und der Elisabeth geb. Peter.Einige Geschwister und Onkel von Katharina Kober sollen Lehrer gewesen sein. Katharina Trump geb.Kober kam oft nach dem sonntäglichen Kirchgang in die Neugasse zu Besuch. Im Alter lebte Sie bei Ihrer Tochter Barbara Weisenborn wo sie am 07.11.1922 verstarb.

 

Katharina Trump geb. Kober als Witwe, aufgenommen um 1900

 

3. Anna Elisabetha Trump geboren am 03.11.1831 zu Kallstadt und am 14.03.1874 zu Wachenheim verstorben. Am 30.06.1864 zu Wachenheim verheiratet mit Konrad Schwinn.

4. Friedrich Trump geb. am 06.05.1834 zu Kallstadt und am 27.06.1876 ebenda verstorben. Verheiratet am 26.11.1863 zu Kallstadt mit Elisabeth Freund.

 

Friedrich Trump und seine Frau Elisabeth erwarben 1869/70 das Anwesen Weinstrasse 92 in Kallstadt von den Juden Breinig und Wolf sowie von Johann Wilhelm Volz , heute Anwesen Sittig.

 

Anna Elisabetha Trump verheiratet mit Konrad Schwinn hatte 5 Kinder Ludwig, Lisette, Fritz, Katharina und Susanne, welche den Grünstadter Bäckermeister Adolf Finkenauer heiratete.

Dieser Verbindung entstammte Rudolf Finkenauer, geboren 1901 und seit 1045 vermisst, welcher seit 1927 mit Anna Bauer verehelicht war, die 2004 mit über 100 Jahren verstarb.

  

Nun möchte ich näher auf die Familie von Johannes Trump II. und Katharina Kober eingehen, indem ich diese Nachkommen einzeln behandeln werde. Beide hatten acht Kinder von denen zwei im Kindesalter verstarben.

Katharina Trump geb. Kober verlor 1877 ihren geliebten Mann, nachdem dieser längere Zeit mit einer Lungenkrankheit bettlägerig war. Damals gab es noch keine Sozial- bzw. Krankenversicherungen und somit war die Familie gezwungen Gelder aufzunehmen und Felder zu veräussern.

Katharina Trump musste von nun an mit sechs Kindern alleine ihr Schicksal bewältigen. Das älteste Mädchen war 15 und das Jüngste gerade einmal ein Jahr alt, als Gott den geliebten Vater und Gatten zu sich rief.

 

Katharina Trump verh. Schuster

1861 - 1949

Als älteste Tochter wurde Katharina Trump am 21.09.1861 zu Kallstadt geboren, verlies als erste die Heimat und trat um 1883 die Reise über den grossen Ozean in die fernen Vereinigten Staaten von Amerika an.

 

 

Geburtsurkunde von Katharina Trump

 

Am 11.10.1884 heiratete sie in New York den ebenfalls aus der Pfalz, sprich in Ungstein geborenen und aus Kallstadt stammenden Frederick Schuster.

Frederick oder vielmehr Friedrich Eduard Schuster war der Sohn des 1820 in Kallstadt geborenen und 1894 verstorbenen Winzers Johann Gottfried Schuster und seiner Gemahlin Maria Elisabetha Schnell.

Frederick (auch Fred) Schuster wanderte 1883 nach den Vereinigten Staaten aus, war Weinimporteur und reiste oft von New York nach Kallstadt.

 

 

Katharina Trump – Schuster um 1884, zum Zeitpunkt ihrer Verehelichung

 

  

 

Heiratsurkunde von Katharina Trump und Fred Schuster ausgestellt in New York am 11.10.1884

 

Katharina Trump und Fred Schuster hatten folgende Kinder:

 

1. Louise Schuster geb. 16.10.1887 New York und gest. 09.05.1968 ebenda sie war mit einem Mann namens Mehm verheiratet und hatte vier Kinder.

2. Kate Schuster geb. im Mai 1885 New York und gest. 30.07.1887 ebenda

3. Emma Schuster geb. 1891 New York und gest. 15.07.1894 ebenda

4. Edward W. Schuster geb. 1895 New York und gest. 15.12.1983 ebenda

5. F.Susan Schuster geb. 05.07.1899 New York und gest. 02.02.1983 ebenda

6. Elizabeth Schuster geb. 27.01.1904 New York und gest. 1984 ebenda

 

Katharina Trump-Schuster verstarb 1949 und wurde am 08.07.1949 in New York begraben, nachdem ihr Ehemann Fred Schuster bereits am 04.06.1918 in New York gestorben war.

 

 

 Jakob Trump

1863 – 1938

 

Jakob Trump aufgenommen um 1888

 

Jakob Trump wurde zu Kallstadt am 30.09.1863 geboren, er war Winzer wie sein Vater und ehelichte am 27.08.1892 in Kallstadt Elisabeth Böhringer.

 

Geburtsurkunde von Jakob Trump

 

 

 

Jakob Trump und Elisabeth Trump geb. Böhringer

 

 

Grab von Jakob und Elisabeth Trump auf dem Kallstadter Friedhof

 

Jakob und Elisabeth Trump hatten drei Kinder:

 

1. Luise Trump geboren am 30.01.1893 zu Kallstadt verheiratete am 27.02.1922 mit Reinhold Rosenthal, verstorben zu Kallstadt 1990. Ihre Ehe blieb kinderlos und sie verbrachte die letzten Jahre ihres Lebens fast taub und blind in ihrem Haus in der Freinsheimer Strasse und abwechselnd bei der Familie Ihrer Schwester und ihres Bruders.

 

 

Luise Trump verheiratete Rosenthal

 

 

Hochzeit von Luise Trump und Reinhold Rosenthal am 27.02.1922 zu Kallstadt

 

2. Katharina Trump geboren am 08.04.1897 zu Kallstadt verheiratet am 03.04.1920 in Kallstadt mit Heinrich Heinz III.

 

 

Katharina Trump verheiratete Heinz

 

Katharina und Heinrich Heinz hatten zwei Töchter:

Luise Elisabetha Heinz geb. 16.03.1921 in Kallstadt, verheiratet mit Georg Bender, beide verstorben und hinterließen einen Sohn Hans Joachim Bender welcher im elterlichen Anwesen in der Hebengasse in Kallstadt ein Weingut betreibt, sowie

Anneliese Heinz geb. 04.02.1925 in Kallstadt verheiratet mit Heinz Thomann lebt heute in Lohne in Norddeutschland. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne Henning und Ulrich Thomann hervor.

 

2.Johannes (Jean) Trump geboren am 30.07.1900 zu Kallstadt, heiratete am 01.09.1923 in Kallstadt  Anna Barth, er verstarb am 02.12.1975.

 

 

Jean Trump als junger Mann

 

 

Jean und Anna Trump hatten einen Sohn, Günther Reinhold Trump geboren am 06.03.1930 und verstorben am 17.09.1977. Er war mit Ilse Stauch seit dem 12.11.1953 verheiratet und beide haben drei Kinder.

 

Louise Sybilla Trump

1865 – 1931

 

Louise Schuster wohl bei ihrem letzten Deutschland-Besuch um 1928

v.l.n.r: Albert Haas, Gertrud Haas, Luise Schuster und Frieda Haas

 

 

Geburtsurkunde von Louise Trump

 

Die zweite Tochter von Johannes Trump II. und Katharina Kober wurde am 30.04.1865 in Kallstadt geboren und wanderte ebenfalls wie ihre Schwester Katharina nach New York aus. Beide Schwestern lebten zunächst zusammen. Wahrscheinlich 1910/1911ehelichte Louise Trump den zweimaligen Wittwer, den am 27.08.1844 in Kallstadt geborenen Weinimporteur George Schuster, Sohn des 1852 nach den Staaten ausgewanderten John George Schuster und dessen Ehefrau Johanna Lutz. George Schuster verstarb am 03.08.1923 in New York.

Louise Trump-Schuster verstarb am 02.11.1931 zu New York. Beide hinterließen keine Kinder.

 

 

 

Friedrich Trump

1869 – 1918

 

Friedrich Trump um 1887

 

Die wohl schillernste Figur unter den Kindern von Johannes Trump II. und Katharina Kober war Friedrich (Frederick)Trump geboren zu Kallstadt am 14.03.1869.

 

Geburtsurkunde von Friedrich Trump

 

Friedrich Trump erlernte in Frankenthal in der Pfalz bei Friedrich Lang im Jahre 1882 das Handwerk des Baaders, sprich des Friseurs.

Aus mündlichen Überlieferungen geht hervor, dass er es nicht mehr mit ansehen konnte, wie sehr seine Mutter unter der, in das Heim eingekehrten Armut. litt und er somit beschloss, sprichwörtlich „bei Nacht und Nebel“ seine Heimat zu verlassen und bei seinen Schwestern in den Vereinigten Staaten sein Glück zu suchen. Er hinterlies seiner Mutter seine letztes Gehalt und verlies 1885 mit dem Schiff „ Eider“ Deutschland.

Mit dem Schiff „Eider“ kam Friedrich Trump am 19.10.1885 in New York an

 

Auszug aus der militärischen Erfassungsakte aus Kallstadt von 1889

 

Zunächst lies er sich in New York nieder wo er sowohl als Friseur als auch als Barkeeper arbeitet. Zu Beginn der 1890er Jahre brach in den Staaten der Goldrausch aus und alles zog nach Alaska um nach dem edlen Metall zu schürfen. Friedrich Trump, der von nicht besonders muskulöser Statur war, aber über einen brillanten Verstand verfügte, zog es auch nach Seattle und im November 1891 eröffnete er sein Restaurant „ARCTIC“. Der familiären Überlieferung zufolge war dies das grösste Restaurant am Ort und es wurden bis zu 3000 Essen pro Tag ausgegeben.

Da viele Goldsucher über kein Bargeld verfügten sondern nur über das gefundene Edelmetall, nahm Frederick Trump auch dies in Zahlung, indem er es wog und die „Klumpen“ nach New York zu seinen Schwestern schickte, welche dieses in bare Münze umwechselten und auch die ersten Grundstücke in New York erwarben.

Frederick Trump in den 1890er Jahren

 

1892 war es dann soweit und Frederick Trump erwarb die Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten von Amerika. Mehrere Male weilte er in den 1890er Jahren in Kallstadt so zum Beispiel zu den Hochzeiten seiner Schwestern Elisabeth und Barbara 1896 und 1897.

Nun war es ihm auch möglich geworden seine Mutter finanziell zu unterstützen und bei einem längeren Besuch im Jahre 1902 verliebte er sich in ein Nachbarsmädchen welches 11 Jahre jünger war als er, Elisabeth Christ.

Elisabeth Trump geb. Christ,

geb. zu Kallstadt am 10.10.1880

gest. zu Queens NY USA 06.06.1966

Am 21.August 1902 war es soweit und er ehelichte diese in Ludwigshafen am Rhein.

 

Hochzeitsbild von Friedrich Trump und Elisabeth geb. Christ

 

Nun aber möchte ich hier Friedrich Trump mit seinen eigenen Worten sprechen lassen. Denn er kehrte mit seiner Gemahlin Elisabeth und der kleinen Tochter Elisabeth 1904 nach Kallstadt zurück und wollte sich hier wieder häuslich niederlassen, da seine Frau so sehr an Heimweh nach Kallstadt litt, dass sie krank wurde.

 

Als Friedrich Trump 1885 seine Heimat Kallstadt verlies, tat er dies, ohne als gebraver Bayerischer Staatsbürger seinen Militärdienst zu leisten. In einem seiner Mutter hinterlassenen Brief bat er darum, dass diese bei dem damaligen Bürgermeister Gottfried Bender darum ansuchen möge, jener solle an die Kreiswehrersatzbehörde schreiben und ihn für den Militärdienst entschuldigen, sodass er legal im Ausland leben könne. Dies jedoch wurde vom Bürgermeister versäumt, da dieser eh mit keiner Rückkehr Friedrich Trump´s nach Kallstadt rechnete.

 

Im Landesarchiv in Speyer wird eine dicke Akte verwahrt, welche das Ansuchen Friedrich Trumps um „Neutralisation“ in Kallstadt beinhaltet.

 

Am 08.August 1904 begann die Tragödie. Die Widergabe eines der Originalschriftstücke welches Friedrich Trump als Gnadengesucht an seine kgl. Hoheit den Prinzregenten Luitpold von Bayern richtete sowie die Transskription in heute besser leserliches Deutsch:

 

 

Kallstadt, den 6.Juni 1905

 

Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster Prinz-Regent !

Allergnädigster Regent und Herr !

 

Betreff:

Alleruntertänigste treugehorsamste

Bitte des Privatmannes Friedrich

Trump von Kallstadt Kgl. Be-

zirksamt Dürkheim um Aller-

Gnädigste Gestattung des Auf-

Enthaltes im Königreich Bayern

resp.in Kallstadt

 

In rubrizierender Angelegenheit wagt es der alleruntertänigst treugehorsamst Unterzeichnente dem Erhabenen Throne Sr.Königlichen Hoheit, unseres vielgeliebten Prinz-Regenten Luitpold in alleruntertänigster Ehrfurcht sich zu nahen und Allerhöchstdemselben Nachstehendes zur Allergnädigsten Berücksichtigung vorzutragen:

Ich bin in Kallstadt am 14.März 1869 geboren. Meine Eltern waren brave, schlichte, gottesfürchtige Winzersleute, die mich frühzeitig zu allem Guten, zu Fleiß und Gottesfurcht, zu regelmäßigem Besuch von Schule und Kirche sowie zu unverbrüchlicher Liebe und Treue an das Erlauchte angestammte Herrscherhaus, sowie zum unbedingten Gehorsam gegen die hohe Obrigkeit strenge anhielten.

Nach meiner Konfirmation 1882 erlernte ich in Frankenthal bei Herrn Friedrich Lang ganz eingehend das Badergeschäft da wir Verwandte in Amerika hatten, wanderte ich 1885, also in meinem 16.Lebensjahr schon dahin aus nachdem ich vorher um Entlassung aus dem bayerischen Staatsverband nachgesucht, welche nachträglich erst, durch einen Fehler des damaligen Herrn Bürgermeisters veranlasst, gewährt wurde.

In Amerika betrieb ich nun mein Geschäft mit Fleiß, Umsicht, Rentabilität und Gottes Segen, an dem schließlich alles gelegen, war mit mir und ich gelangte zu Wohlhabenheit.

Auch erwarb ich 1892 das amerikanische Bürgerrecht. Im Jahre 1902 kehrte ich zum Besuch meiner alten, lieben Mutter wieder in die alte Heimat zurück und lernte bei dieser Gelegenheit meine jetzige, in jeder Hinsicht tüchtige Frau kennen, sodaß wir seit dem 21.August 1902 sehr glücklich verheiratet sind. Nach unserer Verheiratung trat ich mit meiner lieben Frau, einer geborenen Elisabetha Christ, ebenfalls einer Kallstadterin, die Rückreise nach Amerika (zurück) an. Leider konnte meine Frau das Klima nicht vertragen und als dieselbe mich mit einem lieben Kinde beschenkt hatte, ging ich mit meiner lieben Familie zum dauernden Aufenthalt wieder nach Kallstadt zurück. Hier in Kallstadt, richteten wir uns häuslich ein, legte meine Gelder verzinslich an und zahle Staatssteuern und Gemeindeumlagen gerne.

Die Gemeinde freute sich einen tüchtigen, leistungsfähigen Bürger bekommen zu haben. Und meine liebe Frau schätzte sich doppelt glücklich in ihrer alten Heimat vo die Eltern und Geschwister, Freundinnen und Verwandte zahlreich vorhanden sind, ihr fernes Leben als wohlsituierte Frau recht nützlich zubringen zu können. Nicht weniger glücklich ist meine alte Mutter ihren Sohn, ihre liebe Schwiegertochter und Enkelin täglich um sich zu sehen und zugleich im Alter durch mich gut versorgt zu wissen, sowie durch meine liebe Frau, welche infolge des gesunden Klimas in unserer herrlichen, reizenden Pfalz ihre Jugendfrische und gesundheit mit Gottes Hilfe wieder erlangte.

Doch auf einmal traf uns, wie ein Blitz aus heiterem Himmel, die Nachricht, das Hohe Kgl.Staatsministerium hätte beschlossen, laut Entschließung dieser Hohen Kgl.Behörde vom 21.Feburar 1905, dass wir am 1.Mai 1905 unseren jetzigen Wohnsitz, resp. das Königreich Bayern zu verlassen hätten. Wir waren wie vom Schrecken gelähmt unser glückliches Familienleben getrübt. Zudem ist infolge der seelischen Aufregung meine liebe Frau ganz angegriffen und mein herziges Kind ist zudem noch krank geworden.

In dieser harten Lage wendete ich mich an den hochverdienten Herr Bürgermeister Bart in Bad Dürkheim und Sr.Excellenz Herrn von Bürklin in Wachenheim a/H. Beide Herren rieten mir ein Verlängerungsgesuch einzureichen und alsdann in einem Gnadengesuch mich alleruntertänigst an unseren edlen vielgeliebten Prinz-Regenten Luitpold zu wenden. Das Verlängerungsgesuch wurde genehmigt, aber nur bis zum 1.Juli 1905.

Meine liebe Frau und ich sind uns keines Vergehens bewusst, auch nicht das Geringsten liegt gegen uns vor, wir sind treue, loyale Untertanen, echte Pfälzer, gute Bayern, die mit unbegrenzter Liebe und Anhänglichkeit an ihrem Erhabenen Fürstenhause der Erlauchten Wittelsbacher hängen, treue Deutsche, die auch fest zu dem erhabenen Kaiser und dem mächtigen Deutschen Reiche stehen. Und wir sollen ausgewiesen werden ? Das ist hart, sehr hart für eine Familie. Was denken die Mitbürger, wenn brave, solide Untertanen eine solche Verfügung trifft abgesehen von dem großen materiellen Schaden. Ich wäre ja gerne wieder bayerischer Untertan geworden und die Gemeinde Kallstadt, wo ich geboren und ursprünglich heimatberechtigt bin, hätte mit Vergnügen mir das Bürgerrecht verliehen, wenn diese Verfügung nicht vorläge. Ich wollte ja mein amerikanisches Bürgerrecht aufgeben.

In dieser bedrängten Lage bleibt es dem alleruntertänigst treugehorsamst Unterzeichnenten nichts anderes übrig, als sich unserem vielgeliebten, edlen weisen und gerechten Landesvater unseren Erhabenen Herrscher Sr.Königlichen Hoheit den Verweser des Königreiches Bayern, den Prinz-Regenten Luitpold Allerhöchstwelcher schon so viele Tränen getrocknet so heilsam und gerecht und weise und milde regiert und deshalb so heiß und innig samt dem ganzen Erhabenen Haus Wittelsbach geliebt wird, wie die jüngste Anwesenheit Sr.Kgl.Hoheit des Erlauchten Prinzen Ruprecht in der Pfalz so großartig zeigte mit der alleruntertänigsten Bitte zu wenden Allerhöchstderselbe wolle in Gnaden geruhen dem gesuchsteller den Aufenthalt im Königreich Bayern Allergnädigst zu gestatten.

Gott segne, schütze und schirme unseren vielgeliebten edlen Prinz-Regenten und das ganze Erlauchte Haus Wittelsbach bis in die fernste Zeit hinaus.

Es erstirbt Er.Königlicher Hoheit

alleruntertänigster treugehorsamster

Friedrich Trump

 

Die Tragödie endete nicht, Friedrich Trump und seine Gemahlin Elisabeth krankten vor Heimweh nach der schönen Pfalz, nach Kallstadt ihrer Heimat. Am 20.Dezember 1906 unternahm er einen letzten Versuch und richtete ein Schreiben an das Königliche Staatsministerium des Inneren nach München.

Am 9.März 1907 mussten Katharina Trump geb.Kober und der Schwiegervater Friedrich Trump´s, Philipp Christ III. unterschriftlich zur Kenntnis nehmen, das Friedrich Trump und seiner Frau Elisabeth niemals mehr der dauernde Aufenthalt im Königreich Bayern, respektive in Kallstadt gewährt wurde. Am 13.März 1907 wurde die Akte „Friedrich Trump“ für immer geschlossen.

 

Elisabeth Trump geb. Christ schenkte Friedrich drei Kinder, Elizabeth, Fred und John George.

Am 30.04.1918 verstarb Friedrich Trump infolge einer Lungenkrankheit in seinem Heim in New York.

 

Nach seiner Rückkehr aus Deutschland erwarben Friedrich und Elisabeth Trump ein Anwesen in New York in welchem beide lebten.

 

 

Aus Respekt unserer amerikanischen Verwandtschaft gegenüber werde ich hier keine weiteren Lebensdaten der Nachkommen Friedrich Trumps preisgeben.

Einer seiner Enkel ist jedoch der bekannte US-Amerikanische Unternehmer Donald J. Trump.

 

 

Donald J. Trump um 1996

 

Die zweitjüngste Tochter von Johannes Trump II. und Katharina Kober, meine Urgrossmutter Elisabeth Trump erblickte in Kallstadt am 21.01.1873 das Licht der Welt.

Am 20.06.1896 ehelichte sie in Kallstadt Karl Freund III., meinen Urgrossvater, dem sie zwölf Kinder schenkte, von denen elf das Erwachsenenalter erreichten.

Meine Urgrossmutter verstarb am 20.05.1960 in ihrem Haus in Kallstadt in der Neugasse 138.

 

 

 

Elisabeth Trump aufgenommen 1896 anlässlich der Hochzeit

 

IHRE NACHKOMMEN FINDEN SIE UNTER GESCHICHTE DER FAMILIE FREUND

 

 

 

Barbara Trump

1876 - 1946

 

Am 29.Feburar 1876 wurde in Kallstadt das jüngste Kind von Johannes Trump II. und Katharina geb. Kober geboren und auf den Namen Barbara getauft.

 

Am 10.Juni 1897 heiratete sie in Kallstadt den Winzer und Steinbrecher Heinrich Weisenborn IV. welcher 1893 Witwer geworden war und einen kleinen Sohn Friedrich hatte.

 

zum Zeitpunkt ihrer Eheschliessung um 1897 aufgenommen

 

Barbara Trump schenkte ihm vier weitere Kinder, bevor sie am 28.02.1946 in Kallstadt verstarb.

 

Kinder von Barbara und Heinrich Weisenborn IV.

Elisabeth Bender geb. Weisenborn

 

um 1918 aufgenommen

 

Elisabeth Weisenborn war am 24.07.1898 zu Kallstadt geboren und ehelichte am 16.08.1921 ebenda Georg Martin Bender. Aus dieser ehelichen Verbindung hatten beide zwei Kinder, Arthur Wilhelm Bender geb. 1922, den Seniorchef des heutigen Weingutes „Benderhof“ in Kallstadt und Lieselotte Bender geb. 1924, welche Johannes Fleischmann heiratete und deren Sohn heute ebenfalls das elterliche gleichnamige Weingut betreibt.

Elisabeth Bender geb. Weisenborn verstarb in Kallstadt am 24.09.1953.

 

 

 

Frieda Haas geb. Weisenborn

 

um 1923 aufgenommen

 

Am 18.02.1903 wurde in Kallstadt als zweite Tochter Frieda Weisenborn geboren, welche am 16.06.1923 in Kallstadt den Standesbeamten Albert Haas ehelichte., dem sie eine Tochter Gertrud Luise geb. 1924 schenkte. Frieda Haas verstarb am 01.02.1985 zu Bad Dürkheim.

  

 

Heinrich Weisenborn

 

Heinrich Weisenborn wurde am 21.12.1904 in Kallstadt geboren, er ehelichte Anna Burckhardt und verstarb am 29.03.1961 zu Kallstadt.

Heinrich und Anna Weisenborn hatten zwei Söhne, Erich geb. 1932 und gest. 2004 verheiratet mit Irmgard Bosche und Heiner Weisenborn geb. 1937 verheiratet mit Ruth Langbein.  

Ludwig Weisenborn

 

 

Hochzeitsbild von Ludwig Weisenborn und Elisabeth Duttenhöfer von 1934

 

Der jüngste Sohn von Barbara Trump und Heinrich Weisenborn IV. war Ludwig Weisenborn geb. am 08.11.1911 in Kallstadt er war seit dem 24.02.1934 in Kallstadt mit Elisabeth Duttenhöfer verheiratet, am 03.12.1942 ist er im Russlandfeldzug gefallen.

Elisabeth, seine Frau schenkte ihm einen Sohn Karl, welcher 1934 geboren wurde und der Elsbeth Schuster ehelichte und zwei Kinder hat.

Ludwig Weisenborns Witwe Elisabeth heiratete in zweiter Ehe Georg Barth.

 

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